A 20-Gegner prüfen Klage – Kein Grund für Althusmannschen Optimismus

18. April 2018  Pressemitteilungen

Die Euphorie des niedersächsischen Verkehrsministers Bernd Althusmann können die                    A 20-Gegner nicht nachvollziehen. Zum einen liegt nach 15 Jahren Planung gerade erst mal der Planfeststellungsbeschluss für einen einzigen von insgesamt acht A 20-Abschnitten in Niedersachsen vor. Zum anderen sollte es Althusmann bedenklich stimmen, dass mit der A 20 das umweltschädlichste Projekt des gesamten Bundesverkehrswegeplans ausgerechnet eine Urlaubsregion in Niedersachsen zerstören soll. Man denke nur an die Vernichtung der schutzwürdigen, überregional bedeutsamen Kostbarkeit Friedrichsfeld, die für Ausgleichsmaßnahmen für die A 20 geopfert werden soll.

Entgegen den Äußerungen von Althusmann ist die A 20 nutzlos für die Hinterlandanbindung der norddeutschen Seehäfen. Mehr noch: Sie wird den Häfen schaden, weil sie die Güter ausgehend von Rotterdam über Land an den hiesigen Seehäfen vorbeiführen würde. Für Europa ist die A 20 ohnehin bedeutungslos.

Die A 20-Gegner werden nun den Planfeststellungsbeschluss gründlich prüfen und sich gegebenenfalls auf eine Klage vorbereiten.

A 20: Hilfe beim Schreiben von Einwendungen

29. Januar 2018  Allgemein

Zu der Informationsveranstaltung der A 20-Gegner am vergangenen Mittwochabend waren knapp 200 Interessierte nach Neustadt gekommen. Dies zeigt, wie riesig groß die Sorge der Menschen um ihren Lebensraum ist, der durch die geplante A 20 zerstört werden soll. Deshalb bietet der Schutz- und Klagefonds gegen die A 20 am Sonntag, dem 4. Februar, ab 11 Uhr bis 17 Uhr in der Grundschule Mentzhausen, Middelreeg 11 in Jade, Unterstützung beim Schreiben von Einwendungen an. „Viele Betroffene wissen nicht, wie sie es mit einer Einwendung anstellen sollen“, erläutert Susanne Grube, Sprecherin des Schutz- und Klagefonds. „Wie schon beim Raumordnungsverfahren zur A 22 werden wir deshalb mit Rat und Tat zur Seite stehen und direkt beim Formulieren von Einwendungen helfen“, führt Grube weiter aus. Jede/r sei willkommen.

Insbesondere direkt Betroffene müssten jetzt ihre Rechte für das weitere Verfahren sichern. Das könne die Zerschneidung von Grundstücken anbelangen oder die mögliche Betroffenheit durch Lärm. Aber auch eine Beeinträchtigung der Erholungsnutzung könnte relevant sein. Dabei spiele die Einstellung zur A 20 keine Rolle.

„Wir können nur jedem raten, das öffentliche Beteiligungsverfahren zu nutzen“, rät Grube. Noch bis zum 21. März können Einwendungen zur geplanten A 20 bei der Behörde abgegeben werden.

Einwendung jetzt! Viele gute Gründe gegen die Autobahn A 20

25. Januar 2018  Allgemein

Das Planfeststellungsverfahren für Abschnitt 2 der geplanten A 20 zwischen der A 29 bei Jaderberg und der B 437 bei Schwei ist angelaufen. Die Unterlagen liegen vom 8.01.2018 bis zum 7.02.2018 in den betroffenen Gemeinden aus und können auch auf der Webseite der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr eingesehen werden. Jetzt ist die einzige Gelegenheit, zu dem Verfahren Stellung zu nehmen und Einwendungen abzugeben, um sich die eigenen Rechte auf Unversehrheit der Gesundheit und des Eigentums zu sichern.

Nur eine Einwendung im jetzt laufenden Verfahren A 20, Abschnitt 2, sichert Ihre Rechte für die Zukunft, auch wenn Sie meinen, nicht betroffen zu sein. Es können in Zukunft Tatbestände auftauchen, die Sie jetzt noch nicht vorhersehen können, die aber in Zukunft Ihre Rechte verletzen. Ohne eine Einwendung im laufenden Verfahren, ist es ungleich schwerer, dann rechtliches Gehör zu finden.

Ihre Einwendung muss die planfeststellende Behörde bis zum 21.03.2018, 23.59 Uhr per Brief (vorzugsweise per Einschreiben/Rückschein), Fax (mit Faxprotokoll) oder persönliche Abgabe (Öffnungszeiten beachten!) gegen Empfangsbestätigung erreicht haben. Einwendungen per E-Mail sind nicht zulässig! Der Computerausdruck, den Sie über die Einwendungshilfe erstellen können, ist für den Postversand adressiert.

Mit dieser Einwendungshilfe geben wir Ihnen ein Instrument an die Hand, mit dem Sie schnell und unkompliziert Ihre Rechte wahren können. Klicken Sie dazu „Einwendungshilfe“ oder auf das Einwendungshilfeschild auf der rechten Seite und folgen den Erläuterungen vor den Einwendungsargumenten.

Unsere Bitte und gleichzeitig Aufforderung an Sie lautet: Bedenken Sie, dass es um Ihre und die Zukunft Ihrer Kinder geht. Es können Folgen auftauchen, die heute noch nicht absehbar sind. Dafür müssen Sie heute bereits die notwendigen rechtlichen Grundlagen legen und eine Einwendung erheben. Als vorsorgliche Absicherung für die Zukunft genügt es, wenn Ihre Anschrift, der einleitende Standardeinwendungstext und Ihre Unterschrift bei der planfeststellenden Behörde hinterlegt sind.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Erstellung und Durchsetzung Ihrer Einwendung.

Das Team der Einwendungshilfe A 20

Straße frisst Moor – Moor frisst Straße

18. Januar 2018  Allgemein

Von Susanne Grube ❙ Jüngst hat das beschauliche Städtchen Tribsees in Mecklenburg-Vorpommern traurige Berühmtheit erlangt: Auf einer Länge von rund 50 Metern ist dort die A 20 weggebrochen und mehr als vier Meter tief ins Moor abgesackt. Anstelle einer Fahrbahn klafft hier nun ein Krater wie nach einem Erdbeben. – In Niedersachsen ist die A 20 zu zwei Dritteln durch Moorgebiete geplant. Wird auch hier erst die Straße das Moor und dann das Moor die Straße fressen?

Der aktuelle Krater ist nicht der einzige Mangel der erst vor zehn Jahren fertiggestellten so genannten Ostseeautobahn A 20, die auch als „Pannenautobahn“ bekannt geworden ist. Erst raubte so genannter Brüllbeton den Anliegern den Schlaf, dann schlug der Asphalt Blasen. In beiden Fällen war falscher Fahrbahnbelag die Ursache. Überhaupt wird auf der A 20 ständig die Fahrbahndecke erneuert, obwohl die Trasse erst zehn Jahre alt ist und obwohl viel weniger Verkehr fließt als prognostiziert. Seit Inbetriebnahme mussten bereits 40 Prozent der knapp 300 Kilometer langen Autobahn instand gesetzt werden (1).

Den Höhepunkt der Pannenserie aber stellt der Zusammenbruch der Autobahn bei Tribsees dar: Seit Wochen ist die A 20 zwischen ihren Anschlussstellen 20 (Bad Sülze) und 21 (Triebsees) über rund sechs Kilometer komplett gesperrt. Der Verkehr einschließlich etlicher Lkw und Schwertransporte quält sich zum Leidwesen der Anwohner über Landstraßen durch die Dörfer. … Weiter im WATERKANT-Sonderdruck (PDF-Datei 3,6 MB)).

Internetpräsens von Waterkant: LINK (öffnet die Seiten von WATERKANT in einem neuen Fenster

Infoveranstaltung – zum Planfeststellungsverfahren des Abschnitts 2 der geplanten A 20

18. Januar 2018  Allgemein

 

Einladung Infoveranstaltung als PDF-Datei