A 20 ökologisch und volkswirtschaftlich unverantwortbar – Neue Plakatserie: Alternativen. Sind. Machbar.

Zu dem anstehenden Erörterungstermin für den Abschnitt 1 der geplanten A 20 im Ammerland erklären die A 20-Gegner: Die bisherige Erfahrung mit der A 20-Planung hat gezeigt, dass selbst bei begründeten und gut recherchierten Einwänden an dem Autobahnprojekt festgehalten wird. Das wird sich auch durch den Erörterungstermin nicht ändern. Bereits im vorangegangenen Raumordnungsverfahren hatten viele Bürger und Verbände ihre Bedenken vorgetragen und Hinweise zur Planung gegeben. Diese wurden vielfach ignoriert. Konstruktive Gespräche über die Einwendungen hatte es nicht gegeben. Bei den nachfolgenden Planfeststellungsverfahren offenbarten sich dadurch schwerwiegende Fehlentscheidungen. Ein Beispiel ist die Trassenwahl, die gravierende negative Folgen für den Naturhaushalt mit sich bringt. Hätte man die Argumente ernst genommen, wäre dies erspart geblieben.

Außerdem haben die Initiativen gegen die A 20 schon frühzeitig ein differenziertes Alternativenkonzept erstellt und in die Verfahren eingebracht. Dazu zählen beispielsweise der Ausbau vorhandener Bundesstraßen, die Verlagerung insbesondere von Gütern auf bestehende Bahnstrecken und Wasserwege sowie gegebenenfalls deren bedarfsgerechter Ausbau. Dieses wurde nicht einmal ernsthaft geprüft, geschweige denn weiter verfolgt. Dabei haben die vorgeschlagenen Alternativen bestechende Vorteile gegenüber dem Bau einer neuen Autobahn. Sie können besser auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmt werden, sind umweltfreundlicher und schonen das Klima. Darüber hinaus sind sie kostengünstiger und bewahren die Kaufkraft in der Region.

Vor diesem Hintergrund halten die A 20-Gegner die geplante Autobahn für ökologisch und volkswirtschaftlich unverantwortbar. Sie behalten sich deshalb vor, gerichtlich gegen das Projekt vorzugehen.

Ihre Auffassung unterstreichen die Kritiker der A 20 mit einer neuen Plakatserie, die erstmalig im Rahmen einer Protestaktion vor dem Erörterungstermin am 21. Februar der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Das Motto: Alternativen. Sind. Machbar. Die Plakate können eingesehen und geladen werden unter www.A22-nie.de.