Zynische Wahlkampfposse

01. September 2017  Pressemitteilungen

Seit über einem Jahrzehnt wird die A 20 geplant. Seit über einem Jahrzehnt steht den Betroffenen die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. Seit über einem Jahrzehnt machen die vielen Anwohner der A 20 sich Sorgen um den Lärm, den die Trasse ab dem ersten Spatenstich mit sich bringen wird. Sie bangen um ihre Häuser und Höfe, um ihre Wiesen und Weiden, ihre Felder und Wälder. Manche Landwirte fürchten seit über einem Jahrzehnt um ihre Existenz. Seit über einem Jahrzehnt schreiben die Anwohner und viele andere Einwendungen gegen die A 20, erst im Raumordnungsverfahren, dann in den einzelnen Planfeststellungsverfahren. Seit über einem Jahrzehnt ringen die Bürgerinitiativen mit der A 20.

Doch jetzt – jetzt ist Wahlkampf.

Jetzt erst lässt der niedersächsische Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) sich dazu herab, Gespräche zu führen. Jetzt erst fällt es ihm ein, die Betroffenen nach ihren Sorgen zu fragen. Jetzt erst will er Lösungen suchen. Jetzt, wo er selbst weiß, dass kaum noch Änderungen möglich sind. Jetzt, wo es zu spät ist.

Seit über einem Jahrzehnt planen die Planer die A 20. Sie tun es im Auftrag der niedersächsischen Landesregierung. Sie tun es im Auftrag des Ministers Olaf Lies.

„Eine Wahlkampfposse von solchem Zynismus hat man selten erlebt“, stellt Susanne Grube, Sprecherin der Ammerländer Bürger gegen die A 20, fest.