A 20-Gegner prüfen Klage – Kein Grund für Althusmannschen Optimismus

18. April 2018  Pressemitteilungen

Die Euphorie des niedersächsischen Verkehrsministers Bernd Althusmann können die                    A 20-Gegner nicht nachvollziehen. Zum einen liegt nach 15 Jahren Planung gerade erst mal der Planfeststellungsbeschluss für einen einzigen von insgesamt acht A 20-Abschnitten in Niedersachsen vor. Zum anderen sollte es Althusmann bedenklich stimmen, dass mit der A 20 das umweltschädlichste Projekt des gesamten Bundesverkehrswegeplans ausgerechnet eine Urlaubsregion in Niedersachsen zerstören soll. Man denke nur an die Vernichtung der schutzwürdigen, überregional bedeutsamen Kostbarkeit Friedrichsfeld, die für Ausgleichsmaßnahmen für die A 20 geopfert werden soll.

Entgegen den Äußerungen von Althusmann ist die A 20 nutzlos für die Hinterlandanbindung der norddeutschen Seehäfen. Mehr noch: Sie wird den Häfen schaden, weil sie die Güter ausgehend von Rotterdam über Land an den hiesigen Seehäfen vorbeiführen würde. Für Europa ist die A 20 ohnehin bedeutungslos.

Die A 20-Gegner werden nun den Planfeststellungsbeschluss gründlich prüfen und sich gegebenenfalls auf eine Klage vorbereiten.