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Absurde Ausgleichsmaßnahmen

02. April 2015  Allgemein

Waterkant_2015-01_TitelseiteVON SUSANNE GRUBE | Die Trasse der geplanten „Küstenautobahn“ A 20 führt quer durch etliche Wiesenvogel-Le- bensräume, allein ihr erster Abschnitt zwischen A 28 und A 29 würde knapp 30 Kiebitzbrutplätze vernichten. „Ausgeglichen“ werden soll diese Zerstörung auf dem ehemaligen Fliegerhorst „Friedrichsfeld“ südlich der B 437. Aber: Dieses Areal ist ein einzigartiges Naturjuwel mit zahl- reichen geschützten Pflanzen- und Tierarten! Eine aberwitzige Planungsidee…

A 20 liegt im Ammerland – in einer Region mit Hochmoorgrünland, das stellenweise wenig intensiv genutzt wird: Die Flächen sind häufig abgelegen, weitgehend siedlungsfrei, teilweise schwer zugänglich. Sie werden oft von familien- geführten bäuerlichen Betrieben bewirtschaftet, die die Besonderheiten des Moorbodens kennen: So wissen sie beispielsweise, wie wichtig der Erhalt der alten Grasnarbe ist, um den Boden dauerhaft bearbeiten zu können.

Die relativ kurzrasigen und blütenreichen Wiesen sind ein idealer Lebensraum für Wiesenvögel, denn sie erfüllen zwei Bedingungen, auf die diese angewiesen sind: Wiesenbrüter brauchen freie Sicht, wenn sie auf dem Nest sitzen, um Feinde schnell erkennen zu können. Diese Bedingungen finden sie auf eher mageren, kurzrasigen Wiesen und nicht im Intensivgrünland mit schnellwüchsigen Grasar- ten. Und sie benötigen stocherfähigen Boden, in dem sie ihre Nahrung suchen können.

Deshalb findet sich in den beschriebenen Bereichen noch eine größere Anzahl von Wie- senvogel-Brutplätzen. Genau dort soll aber die Trasse der geplanten „Küstenautobahn“ A 20 verlaufen (1). Angesichts des dramatischen Rückgangs der Wiesenvogel-Populationen ist das schon unerfreulich genug. Aber es kommt noch schlimmer. … Weiter im WATERKANT-Sonderdruck (PDF-Datei 1 MB)).

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Wie geht es weiter – vor Ort und entlang der Trasse?

19. März 2015  Allgemein

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Magistrale – oder Marginalie … – Wie dringend braucht Europa die Küstenautobahn A 20 wirklich?

01. Oktober 2014  Allgemein

2014_10_01 Magistrale - oder Marginalie ... – TitelbildVON SUSANNE GRUBE | Wie Kaninchen aus dem Hut zaubert die Küstenautobahn-Lobby immer neue Begründungen für den Bau der Trasse hervor. Erst wurde die A 20 zur unverzichtbaren Hinterlandanbindung der Seehäfen erklärt, dann das Märchen vom Nutzen für die regionale Wirtschaft aufgetischt Zurzeit jubeln Wirtschaft und Politik die A 20 zur künftigen Hauptverkehrsader durch Europa hoch. Was ist dran am Argument einer „europäischen Magistrale“? Einfache Antwort: Nichts.

„Bei der A 20 müsste eigentlich Europa sagen, die brauchen wir ganz dringend“, tönte vor Kurzem der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies auf einer Konferenz der Industrie- und Handelskammern in Anwesenheit von BMVI-Staatssekretär Enak Ferlemann – und schob die Verantwortung für die Realisierung ein wenig in Richtung Brüssel ab: Das sei nicht nur eine Angelegenheit Deutschlands (1). Zwar sicherte Ferlemann als notorischer A 20-Förderer sowohl Lies als auch den IHK-Vertretern zu, die Küstenautobahn stehe auf der Prioritätenliste der Bundesregierung „weit oben“ und sei im neuen Bundesverkehrswegeplan 2015-2030 „als Entlastung für andere Autobahnen“ fest eingeplant. Dumm nur, dass .. Europa“ sich dazu nicht meldet. Warum gibt es aus Brüssel keine Forderungen nach der A 20? – Weil Europa die A 20 nicht braucht und weil sie Europa nichts nützt!

Wer über eine angebliche europäische Dimension der geplanten A 20 nachdenkt, kommt am Konzept der so genannten „Transeuropäischen Netze“ (TEN) nicht vorbei: Bereits 1992 wurde die TEN -Idee in den Vertrag von Maastricht aufgenommen. Man wollte gewährleisten, dass die einzelnen staatlichen Netze in den Bereichen Verkehr, Telekommunikation und Energieinfrastruktur miteinander funktionieren, also kompatibel sind. 1996 verabschiedete die EU schließlich Leitlinien für das Verkehrsnetzwerk TEN-V, 2004 wurden sie grundlegend überarbeitet. Ziele waren und sind laut amtlichem Anspruch unter anderem … Weiter im WATERKANT-Sonderdruck (PDF-Datei 4,7 MB)).

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10 Jahre Widerstand gegen die A 20

02. Juli 2014  Allgemein

Liedertach_Solidaritaetskonzert_2014-07-2610 Jahre Widerstand gegen die A 20 +++ großes Solidaritätskonzert mit Liedertach am 26.07.2014 +++ Termin freihalten, jetzt Karten reservieren, dabei sein +++ weitersagen!!!

Einen besonderen Ohrenschmaus für alle Liebhaber handgemachter Musik und leibhaftiger Sangeskunst verspricht das Konzert mit den beiden weithin bekannten Trios „Liederjan“ und „Iontach“, die als multiinstrumentales (und -vokales) Sextett „Liedertach“ am Samstag, den 26. Juli 2014 ein Gastspiel im Hollener Krug in Wiefelstede/Hollen (Garnholter Straße 3) geben werden.

Landauf, landab meist mit ihren jeweils eigenen Programmen unterwegs, haben die sechs Vollblutmusikanten vor einigen Jahren entdeckt, welche Möglichkeiten und Energie im vereinten Spiel liegen. So werden die Konzerte von „Liedertach“ für die Musiker und ihr Publikum zum beglückenden Gemeinschaftserlebnis, in dem die drei Frauen- und drei Männerstimmen und eine Vielzahl an Zupf-, Streich- und Blasinstrumenten, Akkordeon und Concertina ausreichend Material darstellen für einen munteren Trip von Deutschland nach Irland und zurück, von Goslar nach Galway und von Kenmare nach Kiel. „Iontach“ zählen zu den beliebtesten Formationen der irisch-traditionellen Musikszene und „Liederjan“ – wenn auch deutlich verjüngt – waren stark am deutschen Folkrevival der frühen Siebziger Jahre beteiligt.

Veranstalter dieses Solidaritätskonzertes zum 10jährigen Bestehen des Widerstands gegen die A 20 sind die Schutzgemeinschaft ländlicher Raum Nord-West e.V. und die Ammerländer Bürger gegen die A 20. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, Einlaß wird ab 19 Uhr sein.

Kartenreservierungen werden unter der Telefonnummer 04488/9309 oder g.warstat@web.de entgegengenommen.

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Vortrag: Braucht Europa die A 20?

24. April 2014  Allgemein

Liebe Interessierte an europäischer und nationaler Verkehrspolitik, im Rahmen der Europawahl haben wir die Kandidaten der verschiedenen Parteien nach ihrer Meinung zur A 20 im europäischen Zusammenhang befragt. Die Ergebnisse der Befragung sollen am Mittwoch, dem 7. Mai 2014, im Rahmen einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung vorgestellt werden. Der Vortrag wird außerdem über die Geschichte und Bedeutung der Transeuropäischen Netze informieren, die Transitachsen durch Deutschland darstellen, die Engpässe aufzeigen und schließlich der Frage nachgehen, welche Funktion die A 20 im europäischen Verkehrsnetz einnehmen könnte. Siehe dazu auch die Ankündigung im Anhang.

Braucht Europa die A 20?

Vortrag und Diskussion mit Susanne Grube (Koordinationskreis der Initiativen gegen die A 20) Hans-Christian Friedrichs (Vorsitzender des VCD Niedersachsen)

Mittwoch, 7. Mai 2014, 19:30 Uhr Saalbetrieb Hersemeier, Hohewurth 37, 27612 Loxstedt

Es laden herzlich ein: VCD, Koordinationskreis der Initiativen gegen die A 20, EsA (Eisenbahn statt Autobahn), BUND Unterweser, NABU Bremerhaven Für Rückfragen und weitere Infos: VCD-Kreisverband Cuxhaven e. V., Georg Beez, An der Bahn 21, 27624 Drangstedt, Tel. 04704-1302

Flyer zum Vortrag: LINK & Antworten der Kandidaten LINK: CDU (David McAllister) • FDP (Hendrik Jürgens) • Grüne (Rebecca Harms) • Linke (Sofia Leonidakis & Sabine Lösing)