Allgemein

Vortrag: Braucht Europa die A 20?

24. April 2014  Allgemein

Liebe Interessierte an europäischer und nationaler Verkehrspolitik, im Rahmen der Europawahl haben wir die Kandidaten der verschiedenen Parteien nach ihrer Meinung zur A 20 im europäischen Zusammenhang befragt. Die Ergebnisse der Befragung sollen am Mittwoch, dem 7. Mai 2014, im Rahmen einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung vorgestellt werden. Der Vortrag wird außerdem über die Geschichte und Bedeutung der Transeuropäischen Netze informieren, die Transitachsen durch Deutschland darstellen, die Engpässe aufzeigen und schließlich der Frage nachgehen, welche Funktion die A 20 im europäischen Verkehrsnetz einnehmen könnte. Siehe dazu auch die Ankündigung im Anhang.

Braucht Europa die A 20?

Vortrag und Diskussion mit Susanne Grube (Koordinationskreis der Initiativen gegen die A 20) Hans-Christian Friedrichs (Vorsitzender des VCD Niedersachsen)

Mittwoch, 7. Mai 2014, 19:30 Uhr Saalbetrieb Hersemeier, Hohewurth 37, 27612 Loxstedt

Es laden herzlich ein: VCD, Koordinationskreis der Initiativen gegen die A 20, EsA (Eisenbahn statt Autobahn), BUND Unterweser, NABU Bremerhaven Für Rückfragen und weitere Infos: VCD-Kreisverband Cuxhaven e. V., Georg Beez, An der Bahn 21, 27624 Drangstedt, Tel. 04704-1302

Flyer zum Vortrag: LINK & Antworten der Kandidaten LINK: CDU (David McAllister) • FDP (Hendrik Jürgens) • Grüne (Rebecca Harms) • Linke (Sofia Leonidakis & Sabine Lösing)

Die Fledermäuse sind unschuldig

24. Dezember 2013  Allgemein

Titelseite_Waterkant_2013-04Von Susanne Grube | „Fledermäuse stoppen A 20“ – so der so ähnlich ging es wie ein Lauffeuer durch die Medienlandschaft, nachdem das Bundesverwaltungsgericht am 6. November 2013 den Weiterbau der A 20 auf Eis gelegt hatte. Aber es waren nicht die Fledermäuse, sondern gravierende Planungsmängel, die dem Mammutprojekt eine mindestens zweijährige Zwangspause auferlegt haben. Die A-20-Gegner hoffen auf eine Dauerpause und die Beerdigung des unsinnigen Projektes.

Viele Menschen kennen den Kalkberg bei Bad Segeberg von den Karl-May-Festspielen. Die meisten werden dem Wild-West-Spektakel – ehemals noch mit Pierre Brice als Winnetou – schon einmal beigewohnt haben. Die wenigsten wissen, dass sich in dem Kalkberg auch ein mit mehr als zwei Kilometern außergewöhnlich langes und verzweigtes Höhlensystem befindet. Und noch weniger wussten bis zu dem aktuellen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, dass die Kalkberghöhlen das bedeutendste Winterquartier für Fledermäuse in Deutschland sind. Acht verschiedene, teilweise streng geschützte Fledermausarten sammeln sich dort für den Winterschlaf. Mehr als 20.000 Fledermäuse überwintern alljährlich in dem Höhlensystem.

Die bisher fertig gestellte A 20, die auch als „Ostseeautobahn“ bezeichnet wird, beginnt nahe der deutsch-polnischen Grenze bei Stettin und endet in Schleswig-Holstein bei Weede südöstlich von Bad Segeberg. Sie soll nach Westen fortgesetzt und mit einer Elbquerung nach Niedersachsen verlängert werden. Der hier zur Rede stehende Abschnitt schließt sich westlich an die bestehende Autobahn an und soll Bad Segeberg ortsnah südlich umfahren, um bei Wittenborn zunächst wieder auf die parallel verlaufende B 206 zu stoßen. Er kreuzt außerdem die A 21, jenes legendäre Autobahnfragment, das bei Bargteheide von der A 1 abzweigt und auch nach mehr als 30 Jahren noch nicht, wie geplant, bis Kiel vollendet werden konnte. Für den westlich daran anschließenden A-20-Abschnitt wird in Kürze der Planfeststellungsbeschluss erwartet. Alle übrigen Planungsabschnitte in Schleswig-Holstein befinden sich noch im Planfeststellungsverfahren. In Niedersachsen wurde erst für einen der sieben Abschnitte das Planfeststellungsverfahren eingeleitet.

In seinem Urteil hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig den Planfeststellungsbeschluss des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein für den Neubau der Bundesautobahn A 20 im Abschnitt von Weede bis Wittenborn für „rechtswidrig und nicht vollziehbar“ erklärt (1). Damit darf die Autobahn vorerst nicht gebaut und die Unterlagen müssen in ganz wesentlichem Umfang neu bearbeitet werden. Das Gericht hat dabei sowohl den Klagen der Umweltverbände als auch der Gemeinde Klein Gladebrügge, die stark vom Lärm der neuen Autobahn betroffen wäre, Recht gegeben. Es hat zum einen die Methode der Bestandserfassung gerügt, dass nämlich das Fledermausvorkommen mittels Potenzialanalyse quasi „nur“ abgeschätzt wurde, was nicht den „besten wissenschaftlichen Erkenntnissen“ entspreche. Zum anderen wurde bemängelt, dass Alternativtrassen mit geringeren Auswirkungen nicht ausreichend geprüft wurden. Weiter im WATERKANT-Sonderdruck (PDF-Datei (1,2 MB)).

Internetpräsens von Waterkant: LINK (öffnet die Seiten von WATERKANT in einem neuen Fenster

A 20 Nie – Kräfte bündeln

22. Oktober 2013  Allgemein

Das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt der A 20 im Ammerland könnte im nächsten Jahr beginnen. Dazu gilt es, die Kräfte zu bündeln. Die Ammerländer Initiative gegen die A 20 trifft die ersten Vorbereitungen. So wurden bereits in diesem Jahr Tiere und Pflanzen erfasst, um die Ergebnisse der Planer überprüfen zu können.

Nach langjähriger Tätigkeit gibt Helga Jarisch ihren Posten aus persönlichen Gründen als Sprecherin der Initiative ab. Die Nachfolge tritt Susanne Grube an, die auch den Schutz- und Klagefonds gegen die A 20 für den Bereich westlich der Weser vertritt. „Wir werden weiter sachlich die überzeugenden Argumente vortragen, die gegen die A 20 sprechen“, kündigt die neue Sprecherin an. Sie will die effektive Arbeit ihrer Vorgängerin fortsetzen und konstruktiv an bestehenden Verkehrsproblemen im Ammerland mitarbeiten. Birgit Wessels übernimmt die Aufgaben der Schatzmeisterin. Die Initiative steht jederzeit für Fragen und Hilfestellungen zur Verfügung unter Tel. 04488-98139.

Alles privat und umsonst – oder was?

04. Oktober 2013  Allgemein

Befürwortern der geplanten A 20 verursacht der Gedanke an deren Finanzierung großes Unbehagen: Es ist schlicht kein Geld da für Neubauprojekte. Die A-20-Gegner indes knüpfen ihre Hoffnung auf Nichtrealisierung des Mammutprojekts eben an die fehlenden Finanzmittel. Das Angebot einer möglichen Privatfinanzierung der A 20 kehrt nun die Vorzeichen um: Es wird zum Hoffnungsträger für die Befürworter und zum Schrecken für die Gegner. Zu Recht?

Nach Presseberichten hat das weltweit agierende französische Konzessionsunternehmen Vinci ein Angebot vorgelegt, die A 20 als so genanntes ÖPP-Projekt (öffentlich-private Partnerschaft) bauen zu lassen. Es wird über zwei Varianten berichtet:

  • Entweder übernimmt Vinci die Strecke von Bad Segeberg nach Bremerhaven einschließlich Elbtunnel und eines Abzweigs der A 26, teilt sich die Kosten mit dem Bund und sichert sich dafür große Teile der Lkw-Maut für 50 Jahre; für die Passage des Elbtunnels soll außerdem eine zusätzliche Maut für Pkw und Lkw erhoben werden.
  • Oder das Unternehmen übernimmt nur den Elbtunnel und kassiert dafür eine Nutzungsgebühr.

Lesen Sie weiter: LINK (PDF-Datei) von Susanne Grube.

A20 NIE! ABER WIE?

02. August 2013  Allgemein

INFORMATION & DISKUSSION zur A20-Planung in Bund & Land

mit SUSANNE MENGE & THOMAS SCHREMMER MdL & PETER MEIWALD (Bundestagskandidat)

Am 26.08.2013, um 19:30 Uhr in der Genossenschaftsakademie Oldenburger Str. 118, in Rastede

Kreisverband Wesermarsch BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
Gaststraße 31, 26655 Westerstede