Handzettel

Fakten-Check zur A 20-Propaganda von Lobbyisten und ihren Politikern

19. Juni 2015  Argumente, Handzettel
  • Behauptung 1: Die Verwirklichung der A 20 sei jetzt in greifbare Nähe gerückt. Fakten: Für die meisten der sieben Abschnitte müssten erst einmal die notwendigen und langjährigen Genehmi- gungsverfahren eingeleitet werden. Zudem fehlt es an soliden Finanzierungsmöglichkeiten.
  • Behauptung 2: Die regionale Wirtschaft würde von dem geplanten Autobahnbau profitieren und neue Arbeitsplätze schaffen. Fakten: Seit 30 Jahren zeigen Erfahrungen an anderen Autobahnen sowie wissenschaftliche Studien, dass diese Effekte zumeist ausgeblieben sind.
  • Behauptung 3: Die A 20 würde für die Anbindung der Seehäfen an das Hinterland benötigt. Fakten: Das Hinterland der Nordseehäfen liegt im Süden. Die Ost-West-Trasse der A 20 verläuft für diesen Zweck in falscher Richtung.
  • Behauptung 4: Die A 20 sei aus verkehrstechnischer Sicht notwendig. Fakten: Der Nutzen der A 20 wird überschätzt. Es gibt keine Engpässe. Mit bestehenden Straßen, Eisenbahn- und Wasserwegen gibt es Alternativen, die umwelt- freundlicher und kostengünstiger ausgebaut werden können.
  • Behauptung 5: Die A 20 sei wichtig für Europa. Fakten: Für Europa ist die A 20 nutzlos. Die großen Transitströme queren Deutschlands Mitte fernab der Küste.
  • 6: Der Tourismus bräuchte die A 20. Fakten: Die Urlauber in unserer Region suchen Ruhe und Erholung in der Natur. Die A 20 würde beides zerstören.
  • Behauptung 7: Die A 20 in Niedersachsen würde „nur“ 1,35 Milliarden Euro kosten. Fakten: Die A 20 in Niedersachsen wird mehr als 4 Milliarden Euro kosten – laut Berechnungsgrundlage des CDU-Wirtschaftsrates.
  • Behauptung 8: Der Baugrund sei durchgehend unter- sucht und weitgehend unproblematisch. Fakten: Die Hälfte der Autobahntrasse würde über teilweise sehr tiefe Moore führen, die Tragfähigkeit und Kosten werden völlig unterschätzt.
  • Behauptung 9: Alle durch den Bau Betroffenen würden großzügige finanzielle Entschädigungen erhalten. Fakten: Die Zeiten großzügiger Entschädigungen sind vorbei.
  • Behauptung 10: Für Lärmschutz würde immer gesorgt. Fakten: Aus Kostengründen muss um jede einzelne Lärmschutzmaßnahme aufwändig gekämpft werden.
  • Behauptung 11: Naturzerstörungen durch den Autobahn- bau würden durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert. Fakten: Einmal zerstörte Natur- und Landschafts- flächen sind unwiederbringlich verloren und können niemals ersetzt werden.
  • Behauptung 12: Immer mehr Menschen würden die A 20 in Niedersachsen befürworten. Fakten: Immer mehr Menschen erkennen, dass die A 20 ihre Lebensqualität mindern und ihre Heimat zerstören würde.

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