Medien – Presse

Minister Ramsauers größte Baustelle

Dass Norddeutschlands größtes Fernstraßenprojekt sehr teuer für ihn wird, hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer schon letztes Jahr gewusst. Der Bau des fast sechs Kilometer langen Elbtunnels im Zuge der A 20 bei Glückstadt werde den Bund „mit erheblichen Haushaltsmitteln belasten“, sagte der CSU-Politiker im Dezember. Wie belastend das Vorhaben für den Minister wirklich wird, zeigen nun unserer Zeitung vorliegende Informationen aus der Machbarkeitsstudie für die Tunnel finanzierung, die Ramsauer seit ein paar Monaten unter Verschluss hält: So belastend, dass das Projekt vor dem Aus steht – oder jedenfalls in weite Ferne rückt, mindestens ins Jahr 2025. Weiterlesen auf Pinneberger Tageblatt.

Quelle: Pinneberger Tageblatt & SHZ / Text als PDF-Datei: LINK mit Kommentar: Der Anfang vom Ende

Aus für A 22/20 in Niedersachsen?

Die neue Koalition in Schleswig-Holstein setzt auf eine bedarfsgerechte Mobilität. Folgerichtig soll der Weiterbau der A 20 westlich der A 7 wegen der geringen Verkehrsbelegung nicht weiter verfolgt werden. Für die Hinterlandanbindung der Seehäfen wäre der Nutzen der A 20 ohnehin äußerst gering und rechtfertigt nicht deren Bau.

Auch die mögliche Realisierung der Elbquerung bei Glückstadt steht nach wie vor in den Sternen. Nach der jüngsten Nachfrage im Verkehrsministerium wurde bekannt, dass auch über acht Monate nach Fertigstellung einer Machbarkeitsstudie die Probleme weiter ungelöst sind.

Mit dem Verzicht auf die Weiterführung der A 20 in Schleswig-Holstein und fehlenden Realisierbarkeit des Elbtunnels entfällt jegliche Begründung für die A 22/20 in Niedersachsen. „Kein Tunnel, kein Transitverkehr und schließlich kein Geld, alles spricht gegen die A 22/20 auf niedersächsischer Seite“, stellt Uwe Schmidt, Pressesprecher der Initiativen und Umweltverbände gegen die A 22/20 fest.

Koordinationskreis der Initiativen und Umweltverbände gegen die A 22

A 20: Loxstedter wehren sich

01. Juni 2012  Medien – Presse, Pressespiegel

„Wir werden die Begründungen für die Ablehnung der sogenannten Michaelis-Trasse (Loxstedt Nord) für den Bau der A 20 so nicht hinnehmen. Wir haben darin viele Ungereimtheiten gefunden.“ Das machte der Vorsitzende der SPD-Grünen-Gruppe im Loxstedter Gemeinderat, Wolfgang Wetjen (SPD), deutlich. Weiterlesen auf Nordsee-Zeitung.

Quelle: Nordsee-Zeitung

Elbtunnel für A 20: Weiter keine Lösung in Sicht

23. Mai 2012  Pressemitteilungen

Valerie Wilms, Bundestagsabgeordnete aus dem Kreis Pinneberg, hält den Elbtunnel bei Drochtersen für nicht bezahlbar: „Egal wie man es rechnet, billiger wird es auch mit privater Beteiligung nicht. Entweder trägt die öffentliche Hand die Kosten von Anfang an oder ein privater Betreiber versucht sich seine Investitionen über Tunnelgebühren zurück zu holen.“ Hier aber liegt für Wilms der Knackpunkt, da ein Tunnelbetreiber die hohen Investitionen nur über eine hohe Maut eintreiben könnte. Das aber würde dazu führen, dass Autofahrer den Tunnel meiden. In der Folge müsste die öffentliche Hand Mittel nachschießen oder den Tunnel gar selbst übernehmen.

Auf Valerie Wilms‘ Nachfrage im Verkehrsministerium wurde bekannt, dass auch über acht Monate nach Fertigstellung einer Machbarkeitsstudie die Probleme weiter ungelöst sind. Durch ein Ingenieurbüro sollte untersucht werden, wie der Tunnel zu finanzieren wäre. Seit September 2011 liegen die Ergebnisse vor, dennoch bleibt weiter unklar, wie der Bau und Betrieb unter privater Beteiligung aussehen könnten.

Deswegen sollte die neue Landesregierung die Planungen für die sieben Kilometer Strecke zwischen Hohenfeldean der A23 und Sommerland unterbrechen. „Solange keine durchgängige Finanzierung steht, müssen Planung und Bau gestoppt werden“, so Wilms. „Sonst setzen wir uns eine Investitionsruine in die Landschaft.“

Über die mögliche Realisierung der Elbquerung bei Glückstadt mit privater Beteiligung wird seit längerer Zeit gestritten. Laut Bundesverkehrsministerium wird ein Entwurf „derzeit sorgfältig ausgewertet und mit den betroffenen Ländern abgestimmt.“ Erst danach soll über das weitere Vorgehen entschieden werden. Wann das sein soll, ist derzeit völlig offen.

Dr. Valerie Wilms MdB / Fraktion Bündnis 90/Die Grünen / www.valerie-wilms.de

Autobahn 20 laut Gutachten nicht nötig

Betrifft: ,,Landtagswahlkampf stärker in die Region tragen“, Interview mit Johanne Modder SPD-Bezirksvorsitzende, Im Nordwesten,14.Mai

Zu den Schwerpunkten der SPD Weser-Ems gehört, dass die Autobahn 20 bis nach Westerstede ausgebaut wird, um den enorm wachsenden Güterverkehr aus dem Jade-Weser-Port Rechnung zu tragen. So ,,glaubt“ wenigstens Frau Modder, Vorsitzende des SPD-BezirksWeser-Ems.

Ist der SPD nicht bekannt, dass der Hauptverkehr aus dem Hafen nach Süden und Südwesten geht? Eine Ost- West-Verbindung wie die A20 braucht es nicht, nachzulesen im Gutachten zur Hinterlandanbindung des Jade-Weser-Port. Mit der Al existiert bereits eine bewährte Ost-West- Verbindung. Für alle südlich der A20 gelegenen Industriezentren, wie Bremen, Oldenburg ist die A20 nicht relevant, der Umweg ist zu groß.

Transporte vom Jade-Weser-Port nach Skandinavien und ins Baltikum sind per Schiff wesentlich günstiger, da ein Großmotorschiff eine Ladungsmenge von fast 70 LKW aufnehmen kann bei weniger als einem Drittel des Kraftstoffverbrauchs bezogen auf eine Gütertonne. Für Transporte in andere Richtungen sind Autobahnen vorhanden.

Werden so Steuergelder für eine A20 in Milliardenhöhe zulasten der Natur verbaut?

Daniel Schaetzle – Jade