Medien – Presse

Stellungnahme zum Prüfergebnis des Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL)

Im Juni hatte der Koordinationskreis der Initiativen und Umweltverbände gegen die A 22/20 eine Nutzenanalyse der Funktion der Küstenautobahn als Hinterlandanbindung der Seehäfen vorgelegt. Diese Nutzenanalyse war im Auftrag des Autobahnfördervereins Pro A20 vom Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) kritisch geprüft worden. Nachdem die Initiativen das Prüfergebnis des ISL auch im Original eingesehen haben, nehmen sie dazu Stellung. In der Anlage übersenden wir Ihnen eine entsprechende Pressemitteilung mit der freundlichen Bitte um redaktionelle Berücksichtigung. Außerdem haben wir als Hintergrundinformation eine „Langfassung“ der Pressemitteilung beigefügt, in der unsere Argumente näher erläutert und Literaturverweise angegeben sind.

Die Stellungnahme zum nachlesen als PDF: LINK
Dazu in der Nordsee-Zeitung vom 16.11.2011 – PDF-Datei
und im Friesländer Boten Nr.: 46 – PDF-Datei –

A22/20 – Eine Geisterbahn für die Seehäfen

15. November 2011  Medien – Presse, Pressespiegel

In der öffentlichen und politischen Diskussion sowie in den Verfahrensunterlagen wird die geplante Küstenautobahn A22/20 unter anderem mit ihrer vermeintlichen Bedeutung als unerlässliche Hinterlandanbindung der Seehäfen begründet. Die Initiativen gegen die A22/20 haben überprüft, inwiefern die Trasse diese spezielle Funktion erfüllen kann. (von Susanne Grube)

Im Nordwesten ist mit den Autobahnen A28, A1 und ab Lübeck mit dem fertiggestellten Teil der A20 bereits eine durchgängige Achse in Ost-West-Richtung vorhanden. Insbesondere die A1 stellt eine altbewährte, nach dem sechsspurigen Ausbau leistungsfähige Strecke mit bestehender logistischer Infrastruktur dar. Die nordwestdeutschen Seehäfen Wilhelmshaven, Bremerhaven, Cuxhaven und Hamburg sind bereits direkt über leistungsfähige Autobahnen in Nord-Süd-Richtung angebunden. Die genannten Häfen sind außerdem über den Seeweg untereinander verbunden sowie direkt an das Schienennetz angebunden.

Um die Frage nach der logistischen Notwendigkeit der neuen Trasse als Hinterland­anbindung der Seehäfen beantworten zu können, musste geklärt werden, welche Verkehre aus und nach den Seehäfen eine Autobahn in Südwest-Nordost-Richtung überhaupt aufnehmen könnte. Als Maß dafür wurde ermittelt, wie sich die Wegstrecken zwischen den Seehäfen an der deutschen Nordseeküste untereinander und zu den wichtigsten Ziel- und Quellregionen des Güterverkehrs durch die A22/20 im Vergleich zu dem bestehenden Autobahnnetz verändern würden.

Im Ergebnis zeigt sich, dass für drei Verkehrsbeziehungen, für die die neue Autobahn theoretisch von Nutzen sein könnte, die Fahrt via A22/20 eine Verschlechterung bedeuten würde, weil die zurückzulegenden Strecken deutlich länger wären als über die vorhandenen Autobahnen. Das betrifft die Verbindung zwischen Hamburg und dem Ruhrgebiet, die großräumige Verbindung zwischen Hamburg und Rotterdam sowie die großräumige Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet und Skandinavien. Ganzen Beitrag lesen »

Never Moor – A22/20 und die Vernichtung einer der letzten Urlandschaften

15. November 2011  Medien – Presse, Pressespiegel

Die Moore waren im Bewusstsein der Bevölkerung bis vor wenigen Jahren eher eine Randerscheinung. Bekannt war vor allem, dass man im Moor tief einsinken kann und dass dort Torf abgebaut wird. Die öffentlichen Medien zeigen meist nur Interesse, wenn zufällig einmal eine Moorleiche gefunden wird. Die aktuellen Diskussionen über die Klimaveränderungen belegen jedoch, wie wichtig der Erhalt und die Renaturierung unserer Moore sind. (von Dr. Hans-Joachim Andres)

Heute werden mehr als 65% der ehemaligen Moorflächen als Weiden und in zunehmendem Maße auch als Maisäcker landwirtschaftlich genutzt. Auf etwa 12% der Flächen wird immer noch Torf abgebaut, denn hierfür gibt es noch Genehmigungen teilweise über mehrere Jahrzehnte. Nur knapp 5% der Moorflächen können heute noch als halbwegs intakte Hoch- oder Niedermoore angesprochen werden. Diese Flächen sind mittlerweile als höchst wertvolle Biotope geschützt, denn sie stellen die letzten Urlandschaften dar und bieten seltenen Tieren und Pflanzen wichtige Rückzugsmöglichkeiten.

Das „Niedersächsische Moorschutzprogramm von 1981“ sieht vor, dass alle Moore einschließlich der vielen Kleinbiotope unter Naturschutz gestellt werden und die massiven Moorentwässerungen rückgängig gemacht werden. Zudem ist die Torfindustrie verpflichtet, die Flächen nach dem Abbau wieder zu vernässen, um damit eine Renaturierung zumindest zu versuchen. Ganzen Beitrag lesen »

Trasse kommt unter die Lupe

27. Oktober 2011  Medien – Presse, Pressespiegel

Wo genau zwischen Heerstedt und Bremervörde soll die Trasse für die geplante Küstenautobahn A 20 verlaufen? Diese Frage soll durch die Entwurfsplanung für die 20 Kilometer lange Strecke geklärt werden. Rund zwei Jahre dauert diese Arbeit, für die unter anderem Flora und Fauna genau unter die Lupe genommen werden. Mehr als 20 Ingenieurbüros bewerben sich um den 500.000-Euro-Auftrag.

Lesen Sie weiter im Artikel der Nordsee-Zeitung vom 27.10.2011 (PDF-Datei).

Förderverein Pro A20 und Institut für Seeverkehrswirtschaft stellen Studie der Gegner in Frage

25. Oktober 2011  Medien – Presse, Pressespiegel

Auf die Anti-A20-Studie der Gegner folgt nun ein Gutachten der Befürworter: „Die Studie der A20-Gegner ist reich an unbelegten Behauptungen zu den Vorteilen von Alternativen zur A 20.“ Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) in seiner Untersuchung.

Artikel aus der Nordsee-Zeitung als PDF-Datei