Medien – Presse

Allein auf der Autobahn

01. Dezember 2011  Medien – Presse, Pressespiegel

Minister Ramsauer fordert mehr Geld für den Fernstraßenbau. Forscher halten viele Projekte für überflüssig – und die Wachstumsprognosen zum Autoverkehr für übertrieben. Lesen Sie weiter: PDF-Datei.

Küstenautobahn bedeutungslos

24. November 2011  Leserzuschriften, Medien – Presse

So weit ist es schon, dass die Bedeutung der geplanten Küstenautobahn in der Ahnungslosigkeit untergeht. Der prognostizierte Verkehr war von Anfang an bedeutungslos gering. Das Argument der Seehafenhinterlandanbindung ist widerlegt, seit die Initiativen gegen die A 20 die Bedeutungslosigkeit für die Hinterlandverkehre nachgewiesen haben. Eine Bedeutung für die regionale Wirtschaft im ländlichen Raum ist ausweislich zahlreicher Studien nicht mehr als ein Gespinst aus Hoffnungen, die sich nicht erfüllen können. Die Fachleute sind sich einig, dass die A 20 nicht als Entlastung Hamburgs und der A 1 dienen kann. Die A 20 als „europäische Magistrale“ zu sehen, ist in der Randlage, in der wir uns befinden, nicht mehr als eine Utopie. In der Tat: Die Bedeutung einer A 20 für unsere Region lässt sich nicht mal mehr erahnen.

Für diese Bedeutungslosigkeit wird die Region einen hohen Preis zahlen müssen. Sie wird bluten durch den unwiederbringlichen Verlust von fruchtbaren Landwirtschaftsflächen, den Wegzug von Einwohnern und Fachkräften, den Verlust an Einzigartigkeit und Tourismuspotential, den Verlust an Ruhe und sauberer Luft sowie den Verlust an biologischer Vielfalt, unserer Lebensgrundlage! Ist unsere Region wirklich so ahnungslos, dass sie diesen hohen Preis für Bedeutungslosigkeiten bezahlen wird?

Wolfgang Sondermann 26345 Bockhorn

Leserbrief zu dem Artikel „A 20 von ungeahnter Bedeutung für die Region“ in der NWZ vom 19.11.2011

Hohe technische Anforderungen und enorme Kosten

18. November 2011  Medien – Presse, Pressespiegel

Autobahn 20 Anschlussstelle in Neustadt gesetzt – Brückmann sieht Chance der Gewerbeansiedlung

Die geplante Autobahn 20 wird weiterhin für jede Menge Diskussionsstoff sorgen: Das ist die Bilanz des Informationsabends, zu dem die beiden Bürgervereine Rüdershausen und Neustadt-Rönnelmoor eingeladen hatten.
Die technischen Anforderungen für den Bau im Mooruntergrund sind hoch, genauso wie die entstehenden Kosten. Können die insgesamt veranschlagten 1,27 Milliarden Euro überhaupt eingehalten werden? Zudem wurden Ängste der Anwohner um den Erhalt der Bausubstanz ihrer Häuser deutlich. Projektleiter Uwe Tobeschat vom Entwurfs- und Ingenieurbüro Straßenwesen (EIBS) stellte den Planungsstand vor. An der festgelegten Trasse 3 standen in den einzelnen Abschnitten bis zu drei Variantenuntersuchungen an. Die A 20 wird größtenteils in einer Höhe von 2 bis 2,5 Meter über das jetzige Gelände verlaufen. Vom Tisch sei die ursprünglich geplante Anschlussstelle Jaderlangstraße. Über die Überquerung Oldenbroker Straße A 20 werde man den angrenzenden Ort Südbollenhagen erreichen. Die Middelreeg tunnelt die A  20, deshalb wird die A 20 hier eine Höhe von sechs Metern erreichen. Nach Überquerung der Dornebbe in 4,50 Meter Höhe führt die Strecke an Neustadt vorbei. Dort werde – die NWZ  berichtete – die Anschlussstelle geplant. Weiter lesen auf NWZ Online.

Artikel als PDF-Datei

Stellungnahme zum Prüfergebnis des Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL)

Im Juni hatte der Koordinationskreis der Initiativen und Umweltverbände gegen die A 22/20 eine Nutzenanalyse der Funktion der Küstenautobahn als Hinterlandanbindung der Seehäfen vorgelegt. Diese Nutzenanalyse war im Auftrag des Autobahnfördervereins Pro A20 vom Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) kritisch geprüft worden. Nachdem die Initiativen das Prüfergebnis des ISL auch im Original eingesehen haben, nehmen sie dazu Stellung. In der Anlage übersenden wir Ihnen eine entsprechende Pressemitteilung mit der freundlichen Bitte um redaktionelle Berücksichtigung. Außerdem haben wir als Hintergrundinformation eine „Langfassung“ der Pressemitteilung beigefügt, in der unsere Argumente näher erläutert und Literaturverweise angegeben sind.

Die Stellungnahme zum nachlesen als PDF: LINK
Dazu in der Nordsee-Zeitung vom 16.11.2011 – PDF-Datei
und im Friesländer Boten Nr.: 46 – PDF-Datei –

A22/20 – Eine Geisterbahn für die Seehäfen

15. November 2011  Medien – Presse, Pressespiegel

In der öffentlichen und politischen Diskussion sowie in den Verfahrensunterlagen wird die geplante Küstenautobahn A22/20 unter anderem mit ihrer vermeintlichen Bedeutung als unerlässliche Hinterlandanbindung der Seehäfen begründet. Die Initiativen gegen die A22/20 haben überprüft, inwiefern die Trasse diese spezielle Funktion erfüllen kann. (von Susanne Grube)

Im Nordwesten ist mit den Autobahnen A28, A1 und ab Lübeck mit dem fertiggestellten Teil der A20 bereits eine durchgängige Achse in Ost-West-Richtung vorhanden. Insbesondere die A1 stellt eine altbewährte, nach dem sechsspurigen Ausbau leistungsfähige Strecke mit bestehender logistischer Infrastruktur dar. Die nordwestdeutschen Seehäfen Wilhelmshaven, Bremerhaven, Cuxhaven und Hamburg sind bereits direkt über leistungsfähige Autobahnen in Nord-Süd-Richtung angebunden. Die genannten Häfen sind außerdem über den Seeweg untereinander verbunden sowie direkt an das Schienennetz angebunden.

Um die Frage nach der logistischen Notwendigkeit der neuen Trasse als Hinterland­anbindung der Seehäfen beantworten zu können, musste geklärt werden, welche Verkehre aus und nach den Seehäfen eine Autobahn in Südwest-Nordost-Richtung überhaupt aufnehmen könnte. Als Maß dafür wurde ermittelt, wie sich die Wegstrecken zwischen den Seehäfen an der deutschen Nordseeküste untereinander und zu den wichtigsten Ziel- und Quellregionen des Güterverkehrs durch die A22/20 im Vergleich zu dem bestehenden Autobahnnetz verändern würden.

Im Ergebnis zeigt sich, dass für drei Verkehrsbeziehungen, für die die neue Autobahn theoretisch von Nutzen sein könnte, die Fahrt via A22/20 eine Verschlechterung bedeuten würde, weil die zurückzulegenden Strecken deutlich länger wären als über die vorhandenen Autobahnen. Das betrifft die Verbindung zwischen Hamburg und dem Ruhrgebiet, die großräumige Verbindung zwischen Hamburg und Rotterdam sowie die großräumige Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet und Skandinavien. Ganzen Beitrag lesen »