Hohe technische Anforderungen und enorme Kosten

18. November 2011  Medien – Presse, Pressespiegel

Autobahn 20 Anschlussstelle in Neustadt gesetzt – Brückmann sieht Chance der Gewerbeansiedlung

Die geplante Autobahn 20 wird weiterhin für jede Menge Diskussionsstoff sorgen: Das ist die Bilanz des Informationsabends, zu dem die beiden Bürgervereine Rüdershausen und Neustadt-Rönnelmoor eingeladen hatten.
Die technischen Anforderungen für den Bau im Mooruntergrund sind hoch, genauso wie die entstehenden Kosten. Können die insgesamt veranschlagten 1,27 Milliarden Euro überhaupt eingehalten werden? Zudem wurden Ängste der Anwohner um den Erhalt der Bausubstanz ihrer Häuser deutlich. Projektleiter Uwe Tobeschat vom Entwurfs- und Ingenieurbüro Straßenwesen (EIBS) stellte den Planungsstand vor. An der festgelegten Trasse 3 standen in den einzelnen Abschnitten bis zu drei Variantenuntersuchungen an. Die A 20 wird größtenteils in einer Höhe von 2 bis 2,5 Meter über das jetzige Gelände verlaufen. Vom Tisch sei die ursprünglich geplante Anschlussstelle Jaderlangstraße. Über die Überquerung Oldenbroker Straße A 20 werde man den angrenzenden Ort Südbollenhagen erreichen. Die Middelreeg tunnelt die A  20, deshalb wird die A 20 hier eine Höhe von sechs Metern erreichen. Nach Überquerung der Dornebbe in 4,50 Meter Höhe führt die Strecke an Neustadt vorbei. Dort werde – die NWZ  berichtete – die Anschlussstelle geplant. Weiter lesen auf NWZ Online.

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Stellungnahme zum Prüfergebnis des Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL)

Im Juni hatte der Koordinationskreis der Initiativen und Umweltverbände gegen die A 22/20 eine Nutzenanalyse der Funktion der Küstenautobahn als Hinterlandanbindung der Seehäfen vorgelegt. Diese Nutzenanalyse war im Auftrag des Autobahnfördervereins Pro A20 vom Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) kritisch geprüft worden. Nachdem die Initiativen das Prüfergebnis des ISL auch im Original eingesehen haben, nehmen sie dazu Stellung. In der Anlage übersenden wir Ihnen eine entsprechende Pressemitteilung mit der freundlichen Bitte um redaktionelle Berücksichtigung. Außerdem haben wir als Hintergrundinformation eine „Langfassung“ der Pressemitteilung beigefügt, in der unsere Argumente näher erläutert und Literaturverweise angegeben sind.

Die Stellungnahme zum nachlesen als PDF: LINK
Dazu in der Nordsee-Zeitung vom 16.11.2011 – PDF-Datei
und im Friesländer Boten Nr.: 46 – PDF-Datei –

A22/20 – Eine Geisterbahn für die Seehäfen

15. November 2011  Medien – Presse, Pressespiegel

In der öffentlichen und politischen Diskussion sowie in den Verfahrensunterlagen wird die geplante Küstenautobahn A22/20 unter anderem mit ihrer vermeintlichen Bedeutung als unerlässliche Hinterlandanbindung der Seehäfen begründet. Die Initiativen gegen die A22/20 haben überprüft, inwiefern die Trasse diese spezielle Funktion erfüllen kann. (von Susanne Grube)

Im Nordwesten ist mit den Autobahnen A28, A1 und ab Lübeck mit dem fertiggestellten Teil der A20 bereits eine durchgängige Achse in Ost-West-Richtung vorhanden. Insbesondere die A1 stellt eine altbewährte, nach dem sechsspurigen Ausbau leistungsfähige Strecke mit bestehender logistischer Infrastruktur dar. Die nordwestdeutschen Seehäfen Wilhelmshaven, Bremerhaven, Cuxhaven und Hamburg sind bereits direkt über leistungsfähige Autobahnen in Nord-Süd-Richtung angebunden. Die genannten Häfen sind außerdem über den Seeweg untereinander verbunden sowie direkt an das Schienennetz angebunden.

Um die Frage nach der logistischen Notwendigkeit der neuen Trasse als Hinterland­anbindung der Seehäfen beantworten zu können, musste geklärt werden, welche Verkehre aus und nach den Seehäfen eine Autobahn in Südwest-Nordost-Richtung überhaupt aufnehmen könnte. Als Maß dafür wurde ermittelt, wie sich die Wegstrecken zwischen den Seehäfen an der deutschen Nordseeküste untereinander und zu den wichtigsten Ziel- und Quellregionen des Güterverkehrs durch die A22/20 im Vergleich zu dem bestehenden Autobahnnetz verändern würden.

Im Ergebnis zeigt sich, dass für drei Verkehrsbeziehungen, für die die neue Autobahn theoretisch von Nutzen sein könnte, die Fahrt via A22/20 eine Verschlechterung bedeuten würde, weil die zurückzulegenden Strecken deutlich länger wären als über die vorhandenen Autobahnen. Das betrifft die Verbindung zwischen Hamburg und dem Ruhrgebiet, die großräumige Verbindung zwischen Hamburg und Rotterdam sowie die großräumige Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet und Skandinavien. Ganzen Beitrag lesen »

Never Moor – A22/20 und die Vernichtung einer der letzten Urlandschaften

15. November 2011  Medien – Presse, Pressespiegel

Die Moore waren im Bewusstsein der Bevölkerung bis vor wenigen Jahren eher eine Randerscheinung. Bekannt war vor allem, dass man im Moor tief einsinken kann und dass dort Torf abgebaut wird. Die öffentlichen Medien zeigen meist nur Interesse, wenn zufällig einmal eine Moorleiche gefunden wird. Die aktuellen Diskussionen über die Klimaveränderungen belegen jedoch, wie wichtig der Erhalt und die Renaturierung unserer Moore sind. (von Dr. Hans-Joachim Andres)

Heute werden mehr als 65% der ehemaligen Moorflächen als Weiden und in zunehmendem Maße auch als Maisäcker landwirtschaftlich genutzt. Auf etwa 12% der Flächen wird immer noch Torf abgebaut, denn hierfür gibt es noch Genehmigungen teilweise über mehrere Jahrzehnte. Nur knapp 5% der Moorflächen können heute noch als halbwegs intakte Hoch- oder Niedermoore angesprochen werden. Diese Flächen sind mittlerweile als höchst wertvolle Biotope geschützt, denn sie stellen die letzten Urlandschaften dar und bieten seltenen Tieren und Pflanzen wichtige Rückzugsmöglichkeiten.

Das „Niedersächsische Moorschutzprogramm von 1981“ sieht vor, dass alle Moore einschließlich der vielen Kleinbiotope unter Naturschutz gestellt werden und die massiven Moorentwässerungen rückgängig gemacht werden. Zudem ist die Torfindustrie verpflichtet, die Flächen nach dem Abbau wieder zu vernässen, um damit eine Renaturierung zumindest zu versuchen. Ganzen Beitrag lesen »

Schleusen-Neubau auf Kosten der A 20?

14. November 2011  Allgemein

Der 300-Millionen-Beschluss für den Nord-Ostsee-Kanal weckt Neid in anderen Ländern – Minister de Jager hofft dennoch auf weiteres Geld.

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Jost de Jager (CDU) hat sich erfreut über den Beschluss des Bundestages zum Neubau einer fünften Schleuse am Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel gezeigt. „Das ist ein ebenso erfreuliches wie klares Signal des Bundes in Richtung Schleswig-Holstein“, sagte er. Der Haushaltsausschuss in Berlin hatte in der Nacht zu Freitag in seiner Schlussberatung über den Etat 2012 insgesamt 300 Millionen Euro für den Bau der Schleuse bewilligt. Deren Errichtung dauert voraussichtlich fünf Jahre. Daher stehen von 2012 bis 2016 jährlich 60 Millionen Euro bereit. Die neue Schleuse ist notwendig, weil die alten marode und dringend sanierungsbedürftig sind.

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