A 20-Widerstand in Hollen gepflanzt – 20 Aktive beteiligen sich an der Aktion

18. November 2015  Allgemein

Zum Zeichen des Widerstands gegen die geplante Autobahn A 20 haben rund 20 Aktive in Hollen/Wiefelstede eine große Obstwiese angelegt. Gepflanzt wurden 20 Hochstämme alter Obstsorten. „Die alten Obstsorten haben sich über die Jahrhunderte durchgesetzt und sind sehr widerstandsfähig“, erläutert Susanne Grube, Sprecherin der Ammerländer Bürger gegen die A 20, „sie stehen als Symbol für die ‚Widerstandsfähigkeit‘ der A 20-Gegner“. Grube wies darauf hin, dass auch nach über 11 Jahren der Widerstand gegen dieses überflüssige Projekt nicht nachlässt. Auch der Regen am Pflanztag trübte die Tatkraft der Anwesenden nicht.

2015-11-14_Pflanzaktion-Hollen_2Die Obstwiese befindet sich in rund anderthalb Kilometer Entfernung zur geplanten A 20-Trasse am Schoolpadd in Hollen. Sie soll verdeutlichen, dass die Auswirkungen einer Autobahn nicht an der Leitplanke enden. Lärm, Lichtschein oder Schadstoffe führen auch weiter entfernt noch zu Beeinträchtigungen von Menschen, Tieren, Pflanzen, Klima oder Grundwasser. „Wir werden alles tun, damit auch noch unsere Enkel die Ruhe in diesem Obstgarten genießen können“, verspricht Grube.

Die Beteiligten dankten den Grundstücksbesitzern Oltmanns und Böttcher/Himmelmann für die Bereitstellung ihrer Flächen und die großartige Unterstützung. Mit von der Partie war unter anderem auch der Bundestagsabgeordnete Peter Meiwald von Bündnis 90/Die Grünen. Die Pflanzaktion wurde in Kooperation mit dem BUND Ammerland organisiert.

Widerstand wächst weiter – Noch mehr Obstbäume pflanzen gegen die A 20

10. November 2015  Pressemitteilungen

Unter dem Motto „Widerstand wächst“ hatten Mitte Oktober etliche Menschen auf der geplanten Autobahntrasse bei Bekhausen junge Obstbäume als Zeichen des lebendigen Widerstands gegen die A 20 gepflanzt. Die Resonanz auf die Pflanzaktion war so groß, dass fortlaufend weitere Obstbäume gesponsert und sogar Flächen für die Anlage einer großen Obstwiese zur Verfügung gestellt wurden. Nun heißt es: „Der Widerstand wächst weiter“.

Am Samstag, dem 14. November, wird ab 14 Uhr am Schoolpadd 1 in Hollen/Wiefelstede eine große Obstwiese zum Zeichen des Widerstands gegen die geplante Autobahn angelegt. Gepflanzt werden 20 Hochstämme alter Obstsorten. „Die alten Obstsorten haben sich über die Jahrhunderte durchgesetzt und sind sehr widerstandsfähig“, erläutert Susanne Grube, Sprecherin der Ammerländer Bürger gegen die A 20, „sie symbolisieren die ‚Widerstandsfähigkeit‘ der A 20-Gegner“.

Die Obstwiese befindet sich in rund 1,5 Kilometer Entfernung zur geplanten A 20-Trasse. Sie soll zeigen, dass die Auswirkungen einer Autobahn nicht an der Leitplanke enden. Lärm, Lichtschein oder Schadstoffe führen auch weiter entfernt noch zu Beeinträchtigungen von Menschen, Tieren, Pflanzen, Klima oder Grundwasser.

Die Pflanzaktion wird in Kooperation mit dem BUND Ammerland organisiert. Kaffee und Kuchen stehen zur Stärkung bereit. Interessierte sind herzlich eingeladen.

A 20 schädlich für die deutschen Seehäfen

04. November 2015  Pressemitteilungen

Koordinationskreis der Initiativen und Umweltverbände gegen die A20 (A22) sorgt für Klarstellung. Wie berichtet, macht der Förderverein Pro A 20 mit einer neuen Flyer-Reihe wieder Werbung für die Küstenautobahn. Als Beleg für die Notwendigkeit der A 20 als Hafen-Hinterlandanbindung werden prognostizierte Wachstumsraten für den Seeverkehr angeführt. Pro A 20 lässt allerdings offen, wie die A 20 helfen könnte, zukünftige Güterverkehre von und zu den Seehäfen aufzunehmen. Die Aussage des Fördervereins, die A 20 sei „unverzichtbar für die Seehäfen“, ist aus der Luft gegriffen. Sie ist zudem falsch und wird auch nicht dadurch wahr, dass sie von Pro A 20 über Jahre hinweg wiederholt wird.

2015-11-03_A20-KOK-PM_Grafik Gueterverteilung auf der Strasse

Die beiliegende Karte zeigt die Güterverteilung aus den Seehäfen bezogen auf die Straße.

Schon ein Blick auf eine Landkarte zeigt, dass das Hinterland der deutschen Seehäfen südlich der Küste liegt. In diese Richtung verlaufen auch etwa 75 % der Warenströme (1), für die schon leistungsfähige Autobahnverbindungen existieren. Eine neue Studie stuft Bremen/Bremerhaven bei der Straßenanbindung sogar als besten Hafen der Nordrange (neben den Bremischen Häfen Antwerpen, Rotterdam und Hamburg) ein (2, 3). Die geplante A 20 aber verläuft im Wesentlichen in Ost-West-Richtung parallel zur deutschen Küstenlinie, also nicht ins Hinterland. Deswegen könnten nur etwa 4 % der Warenströme aus und zu den Häfen über die Küstenautobahn besser abgewickelt werden (1). Für die deutschen Seehäfen ist die A 20 folglich nahezu nutzlos.

Von der A 20 profitieren dagegen würde vor allem der Hafen Rotterdam, der damit eine vom deutschen Steuerzahler finanzierte Autobahnverbindung Richtung Skandinavien und Baltikum erhielte. Selbst die niedersächsische und bremische Landespolitik sieht eine Verkehrsverbindung mit einem der Küstenautobahn ähnlichen Verlauf als Problem, weil dadurch Güterverkehre aus den niederländischen Häfen zum Nachteil der norddeutschen Häfen begünstigt werden. Das wurde Anfang dieses Jahres deutlich, als es um eine Entscheidung zum Bau einer Bahnstrecke mit dem Projektnamen Wunderline von Groningen über Bremen nach Hamburg ging. Wie viele andere drängt der niedersächsische Wirtschaftsminister Lies darauf, diese neue Bahnstrecke nur für Personenverkehr freizugeben, nicht aber für Güterverkehr, weil sonst die niederländische Konkurrenz der deutschen Nordseehäfen gestärkt wird (4).

Hinweise:
(1) http://wp.a22-nie.de/wp-content/uploads/2012/10/A22-Hinterlandanbindung_2011-06-30.pdf
(2) https://www.hsh-nordbank.de/media/pdf/presse/publikationen/studien/20150603_Marktexpertise_Infrastruktur.pdf
(3) https://landesportal.bremen.de/senat/45015381
(4) http://www.weser-kurier.de/region_artikel,-Die-Wunderlinie-_arid,1038850.html

Quellenangabe zur Karte:
Karte: NordNordWest: Verlauf des Westteils der Bundesautobahn 20, ursprünglich als Bundesautobahn 22 (Westerstede–Drochtersen) geplant. Online-Publikation, 13.3.2009. In: Wikimedia commons, URL: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Karte_Bundesautobahn_
22.png (Stand: 26.9.2015); Einzeichnung der Trasse: © NordNordWest (Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license/ GNU Free Documentation License); Deutschlandkarte: © Lencer und NordNordWest: Übersichtskarte von Deutschland, deutsche
Version. Online-Publikation, 3.6.2008. In: Wikimedia Commons, URL: https://commons.
wikimedia.org/wiki/File:Deutschland_Übersichtskarte.png (Stand: 26.9.2015, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license/ GNU Free Documentation License), geändert.

Leben und A 20-Widerstand gepflanzt – Knapp 80 Aktive beteiligen sich an der Aktion

18. Oktober 2015  Allgemein

Ergaenzung Obstwiese_Susanne Grube Neuanlage Obstwiese_Susanne GrubeHipstedt-Pflanzaktion 2015_Renate MatthesBei Nieselregen und damit bestem Pflanzwetter legten rund 25 A 20-Gegner am vergangenen Sonntag eine Obstwiese mitten auf der geplanten A 20-Trasse bei Bekhausen an. Zeitgleich versammelten sich ca. 50 Aktive östlich der Weser in Hipstedt, um dort Apfelbäume auf die geplante Autobahntrasse zu setzen. Angeregt wurde die Aktion von der „Jugendinitiative gegen die A 20/22“.

„Wir setzen der geplanten Zerstörung junges Leben entgegen“, stellte Susanne Grube, Sprecherin der Ammerländer Bürger gegen die A 20, fest. „Wir werden alles tun, damit auch noch unsere Enkel von diesen Bäumen naschen können“.

Grube nutzte die Gelegenheit, um auf das erfolgreiche Einwendungsverfahren im Ammerland hinzuweisen. Nach Angaben der Straßenbaubehörde sind rund tausend Einwendungen zu Abschnitt 1 im Ammerland eingegangen. Das zeige die hohe Betroffenheit der Menschen, die mit der Planung der A 20 nicht einverstanden seien.

Die A 20-Gegner legten im geplanten Autobahnkreuz mit der A 29 eine neue Obstwiese mit Apfel-, Birnen- und Quittenbäumen an. Eine vorhandene Obstwiese wurde mit Pflaumenbäumen ergänzt. Es wurden hochwertige Hochstämme gepflanzt, die bald Früchte tragen sollen. Sie stehen für den beharrlichen Widerstand gegen dieses überflüssige und zerstörerische Projekt. „Das Ammerland braucht keine dritte Autobahn“, waren sich die A 20-Gegner einig.

Die Beteiligten dankten dem Grundstücksbesitzer für die großartige Unterstützung. Weitere Aktivitäten sind in Kürze geplant.

Widerstand wächst – Obstbäume pflanzen gegen die A 20

12. Oktober 2015  Allgemein

Apfelbäume und andere Obstbäume wachsen, sie tragen Früchte, spenden Schatten und erzeugen unsere Atemluft. Sie sind damit nicht nur Teil der Lebensräume von Menschen und Tieren, sondern auch deren Lebensgrundlage.

Am 18. Oktober 2015 werden auf der derzeit geplanten Autobahntrasse junge Obstbäume als Zeichen des lebendigen Widerstands gegen die Landschaft und Natur zerstörende Autobahnplanung gepflanzt. Die Pflanzaktion findet zeitgleich in Hipstedt und Bekhausen statt und symbolisiert damit den geeinten Widerstand östlich und westlich der Weser. Das Motto der Aktion lautet „Widerstand wächst“.

Die Aktion wurde von der „Jugendinitiative gegen die A 20/22“ angeregt. Obstbäume stehen für ein langes Leben, Wachstum und Nachhaltigkeit. Sie sind lebendig und erhalten Leben. Autobahnen dagegen sind grau, laut und teilen Dörfer und Natur. Die Jugendinitiative hat sich Apfel- und andere Obstbäume als Begleiter gewählt, weil sie in ihnen ein Zeichen für die Zukunft sehen: „Sie stehen mit uns gegen den Bau der A 20, deren Planungs-Stopp wir fordern“.

Die „Ammerländer Bürger gegen die A 20“ unterstützen die Aktion mit der Anlage einer kompletten Obstwiese mitten auf der geplanten Autobahntrasse. Ort ist der Bekhausermoorweg 64 in 26180 Rastede-Bekhausen. Die Pflanzaktion beginnt um 14 Uhr. Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen zur Stärkung. Interessierte sind herzlich eingeladen.