Leben und A 20-Widerstand gepflanzt – Knapp 80 Aktive beteiligen sich an der Aktion

18. Oktober 2015  Allgemein

Ergaenzung Obstwiese_Susanne Grube Neuanlage Obstwiese_Susanne GrubeHipstedt-Pflanzaktion 2015_Renate MatthesBei Nieselregen und damit bestem Pflanzwetter legten rund 25 A 20-Gegner am vergangenen Sonntag eine Obstwiese mitten auf der geplanten A 20-Trasse bei Bekhausen an. Zeitgleich versammelten sich ca. 50 Aktive östlich der Weser in Hipstedt, um dort Apfelbäume auf die geplante Autobahntrasse zu setzen. Angeregt wurde die Aktion von der „Jugendinitiative gegen die A 20/22“.

„Wir setzen der geplanten Zerstörung junges Leben entgegen“, stellte Susanne Grube, Sprecherin der Ammerländer Bürger gegen die A 20, fest. „Wir werden alles tun, damit auch noch unsere Enkel von diesen Bäumen naschen können“.

Grube nutzte die Gelegenheit, um auf das erfolgreiche Einwendungsverfahren im Ammerland hinzuweisen. Nach Angaben der Straßenbaubehörde sind rund tausend Einwendungen zu Abschnitt 1 im Ammerland eingegangen. Das zeige die hohe Betroffenheit der Menschen, die mit der Planung der A 20 nicht einverstanden seien.

Die A 20-Gegner legten im geplanten Autobahnkreuz mit der A 29 eine neue Obstwiese mit Apfel-, Birnen- und Quittenbäumen an. Eine vorhandene Obstwiese wurde mit Pflaumenbäumen ergänzt. Es wurden hochwertige Hochstämme gepflanzt, die bald Früchte tragen sollen. Sie stehen für den beharrlichen Widerstand gegen dieses überflüssige und zerstörerische Projekt. „Das Ammerland braucht keine dritte Autobahn“, waren sich die A 20-Gegner einig.

Die Beteiligten dankten dem Grundstücksbesitzer für die großartige Unterstützung. Weitere Aktivitäten sind in Kürze geplant.

Widerstand wächst – Obstbäume pflanzen gegen die A 20

12. Oktober 2015  Allgemein

Apfelbäume und andere Obstbäume wachsen, sie tragen Früchte, spenden Schatten und erzeugen unsere Atemluft. Sie sind damit nicht nur Teil der Lebensräume von Menschen und Tieren, sondern auch deren Lebensgrundlage.

Am 18. Oktober 2015 werden auf der derzeit geplanten Autobahntrasse junge Obstbäume als Zeichen des lebendigen Widerstands gegen die Landschaft und Natur zerstörende Autobahnplanung gepflanzt. Die Pflanzaktion findet zeitgleich in Hipstedt und Bekhausen statt und symbolisiert damit den geeinten Widerstand östlich und westlich der Weser. Das Motto der Aktion lautet „Widerstand wächst“.

Die Aktion wurde von der „Jugendinitiative gegen die A 20/22“ angeregt. Obstbäume stehen für ein langes Leben, Wachstum und Nachhaltigkeit. Sie sind lebendig und erhalten Leben. Autobahnen dagegen sind grau, laut und teilen Dörfer und Natur. Die Jugendinitiative hat sich Apfel- und andere Obstbäume als Begleiter gewählt, weil sie in ihnen ein Zeichen für die Zukunft sehen: „Sie stehen mit uns gegen den Bau der A 20, deren Planungs-Stopp wir fordern“.

Die „Ammerländer Bürger gegen die A 20“ unterstützen die Aktion mit der Anlage einer kompletten Obstwiese mitten auf der geplanten Autobahntrasse. Ort ist der Bekhausermoorweg 64 in 26180 Rastede-Bekhausen. Die Pflanzaktion beginnt um 14 Uhr. Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen zur Stärkung. Interessierte sind herzlich eingeladen.

A 20: Jetzt durch Einwendungen Rechte sichern

02. Juli 2015  Pressemitteilungen

alternative_routeInteressante Alternative zur Entlastung Hamburgs eingebracht. Am vergangenen Sonntag hatte die Initiative „Ammerländer Bürger gegen die A 20“ Unterstützung beim Verfassen von Einwendungen angeboten. Rund sechzig Betroffene waren der Einladung gefolgt. Die Initiative informierte über Form und Inhalt von Einwendungen. Susanne Grube, Sprecherin der Initiative betonte erneut, dass noch bis zum 24. Juli Einwendungen eingereicht werden könnten: „Wer seine Rechte in Bezug auf Lärmschutz oder Entschädigung für Flächeninanspruchnahme und Zerschneidung von Leitungen, Dränagen oder Zäunen sichern will, muss jetzt seine Bedenken vortragen“. Acht Aktive boten nach dem Informationsteil konkrete Hilfe beim Schreiben von Einwendungen an, was zahlreich in Anspruch genommen wurde. Es zeigte sich, dass einige Teilnehmer das Maß ihrer Betroffenheit noch gar nicht erkannt hatten.

Die A 20-Gegner waren beeindruckt von konkreten Vorschlägen zu Alternativen. So wurde unter anderem angeregt, zur Entlastung Hamburgs vom Durchgangsverkehr die Errichtung einer „Transitspur“ zu prüfen, die den überregionalen Verkehr von der A 1 und der A 7 ohne Abfahrten störungsfrei durch Hamburg leiten kann. Beispiele von Stadttransitstrecken gibt es bereits in den Niederlanden und Belgien. Eine solche Transitspur auf der A 7 könnte schneller und kostengünstiger umgesetzt werden als eine neu zu bauende A 20. Negative Umweltauswirkungen gäbe es praktisch keine. Sie würde eine weitaus größere Entlastung für Hamburg bewirken als die geplante A 20. Deren Entlastungswirkung läge nur bei maximal 3 Prozent, was die Hamburger überhaupt nicht merken würden.

Es wird wichtige Infos und Unterstützung beim Einwendungenschreiben geben!

19. Juni 2015  Allgemein

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Fakten-Check zur A 20-Propaganda von Lobbyisten und ihren Politikern

19. Juni 2015  Argumente, Handzettel
  • Behauptung 1: Die Verwirklichung der A 20 sei jetzt in greifbare Nähe gerückt. Fakten: Für die meisten der sieben Abschnitte müssten erst einmal die notwendigen und langjährigen Genehmi- gungsverfahren eingeleitet werden. Zudem fehlt es an soliden Finanzierungsmöglichkeiten.
  • Behauptung 2: Die regionale Wirtschaft würde von dem geplanten Autobahnbau profitieren und neue Arbeitsplätze schaffen. Fakten: Seit 30 Jahren zeigen Erfahrungen an anderen Autobahnen sowie wissenschaftliche Studien, dass diese Effekte zumeist ausgeblieben sind.
  • Behauptung 3: Die A 20 würde für die Anbindung der Seehäfen an das Hinterland benötigt. Fakten: Das Hinterland der Nordseehäfen liegt im Süden. Die Ost-West-Trasse der A 20 verläuft für diesen Zweck in falscher Richtung.
  • Behauptung 4: Die A 20 sei aus verkehrstechnischer Sicht notwendig. Fakten: Der Nutzen der A 20 wird überschätzt. Es gibt keine Engpässe. Mit bestehenden Straßen, Eisenbahn- und Wasserwegen gibt es Alternativen, die umwelt- freundlicher und kostengünstiger ausgebaut werden können.
  • Behauptung 5: Die A 20 sei wichtig für Europa. Fakten: Für Europa ist die A 20 nutzlos. Die großen Transitströme queren Deutschlands Mitte fernab der Küste.
  • 6: Der Tourismus bräuchte die A 20. Fakten: Die Urlauber in unserer Region suchen Ruhe und Erholung in der Natur. Die A 20 würde beides zerstören.
  • Behauptung 7: Die A 20 in Niedersachsen würde „nur“ 1,35 Milliarden Euro kosten. Fakten: Die A 20 in Niedersachsen wird mehr als 4 Milliarden Euro kosten – laut Berechnungsgrundlage des CDU-Wirtschaftsrates.
  • Behauptung 8: Der Baugrund sei durchgehend unter- sucht und weitgehend unproblematisch. Fakten: Die Hälfte der Autobahntrasse würde über teilweise sehr tiefe Moore führen, die Tragfähigkeit und Kosten werden völlig unterschätzt.
  • Behauptung 9: Alle durch den Bau Betroffenen würden großzügige finanzielle Entschädigungen erhalten. Fakten: Die Zeiten großzügiger Entschädigungen sind vorbei.
  • Behauptung 10: Für Lärmschutz würde immer gesorgt. Fakten: Aus Kostengründen muss um jede einzelne Lärmschutzmaßnahme aufwändig gekämpft werden.
  • Behauptung 11: Naturzerstörungen durch den Autobahn- bau würden durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert. Fakten: Einmal zerstörte Natur- und Landschafts- flächen sind unwiederbringlich verloren und können niemals ersetzt werden.
  • Behauptung 12: Immer mehr Menschen würden die A 20 in Niedersachsen befürworten. Fakten: Immer mehr Menschen erkennen, dass die A 20 ihre Lebensqualität mindern und ihre Heimat zerstören würde.

Handzettel zum Download: LINK

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