Warum A 22-nie?

Zwischen Westerstede im Landkreis Ammerland und Drochtersen im Landkreis Stade wird parallel zur A 1 die so genannte Küstenautobahn A 22 geplant. Inzwischen wurde die A 22 in A 20 umbenannt. Im Gegensatz zur A 20 auf schleswig-holsteinischer Seite ist die A 20 auf niedersächsischer Seite (ehemals A 22) jedoch nur im nachrangigen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans. Um diesen Unterschied deutlich zu machen und den betroffenen Streckenabschnitt nicht immer als „A 20 von Westerstede bis Drochtersen“ bezeichnen zu müssen, bleiben wir im Folgenden bei der Bezeichnung „A 22“.

Entlang der knapp 120 km langen Strecke haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger unterschiedlicher Herkunft und Weltanschauung rund 30 Initiativen gegründet, die aus gutem Grund den Bau der A 22 ablehnen. Auf der gemeinsamen Homepage stellen die Gruppen ihre Arbeit und Argumente vor. Viele Gründe für die A 22 bleiben nicht – aber sehen Sie selbst …

Der Schaden wird größer sein als der zu erwartende Nutzen, denn die geplante A 22 wird:

  • langfristig die lokale Wirtschaft schwächen und regionale Arbeitsplätze vernichten
  • die Entvölkerung des ländlichen Raumes weiter vorantreiben
  • den zunehmenden Natur- und Radtourismus in unserer Region beeinträchtigen
  • unwiederbringlich wertvolle Naturgebiete und landwirtschaftliche Nutzflächen zerstören
  • die biologische Vielfalt und den Verbund europäischer Schutzgebiete beeinträchtigen
  • durch Versiegelung von Boden und Förderung eines umweltschädlichen Verkehrsmittels den Klimawandel weiter beschleunigen
  • kostbare Steuergelder sinnlos verschwenden und die Finanzierung umwelt- und klimafreundlicher Transportmittel blockieren.

Der Nordwesten benötigt keine zusätzliche Ost-West-Verbindung als Parallelstrecke zur A1:

  • Die großräumige Wirkung ist nach den Verkehrsgutachten eher gering, die A 1 wird die Haupttransitachse im Nordwesten bleiben und nach dem sechsspurigen Ausbau den zu erwartenden Verkehr auch aufnehmen können.
  • Die Hauptverkehre aus den Seehäfen gehen nach Süden und Südosten. In diese Richtungen sind Autobahnen vorhanden. Die A 22 in Ost-West-Richtung kann den Hinterlandverkehren kaum dienen.
  • Die A 22 kann nachweislich nur unwesentlich zur Entlastung Hamburgs beitragen.

Unabhängig davon fehlen die Voraussetzungen für diese Autobahn:

  • Die A 22 ist keine Maßnahme des vordringlichen Bedarfs im Bundesverkehrswegeplan.
  • Es fehlt die gesetzliche Grundlage für eine staatliche oder private Finanzierung.
  • Die notwendigen Flussquerungen (Elbe und Weser) sind nicht gesichert.
  • Die Verkehrswirkung ist nach den Zahlen in den Verkehrsgutachten für die Rechtfertigung einer Autobahn größtenteils viel zu gering.
  • Bereits jetzt nimmt der Verkehr im Elbe-Weser-Dreieck ab; das wird sich durch den zu erwartenden Bevölkerungsrückgang und die steigenden Energiepreise in Zukunft noch verstärken.

Darum A 22 nie!

Sie finden auf dieser Homepage die beteiligten Gruppen, Naturschutzverbände und Bürgerinitiativen, die Sie jederzeit ansprechen können. Erfahren Sie die Argumente und Beweggründe dieser Menschen, die sich der Verantwortung für die Schöpfung und für kommende Generationen bewusst sind!